Monika Peetz: Sommerschwestern

buecherfreuden • 7. August 2022

Rivalitäten

Zwanzig Jahre, nachdem der Vater an ihrem kleinen holländischen Urlaubsort tödlich verunglückte, werden Doro, Yella, Amelie und Helen von ihrer dominanten Mutter Henriette kurzfristig und dringlich eingeladen, sich dort wieder zu treffen.

Während die vier Schwestern noch rätseln, was ihnen die Mutter zu sagen hat, steigen Erinnerungen an früher auf. Die Frauen gleiten in alte Verhaltensmuster zurück und Familienkonflikte treten zutage. Henriettes Geheimnis wird zum Auslöser für unerwartete Einsichten.


Sehr schön gelungen sind in diesem Roman, der aus der Sicht von Yella und Amelie erzählt wird, die Beschreibungen der holländischen Landschaft und der Stimmung am Meer. Die problembeladenen Beziehungen der zur Zickigkeit neigenden Protagonistinnen, ihre Unfähigkeit, offen miteinander zu reden und sich zu versöhnen, fand ich dagegen anstrengend. 


Man kann das Buch gut am Stück weglesen, aber es ist schnell wieder vergessen. In ihren früheren Frauenromanen ist der Autorin eine wunderbare Verbindung von Leichtigkeit und Tiefgang geglückt, das hat mir hier leider gefehlt.


Monika Peetz: Sommerschwestern


Erschienen am 7.4.2022 bei Kiepenheuer & Witsch. Bildrechte: Kiepenheuer & Witsch.


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