Lydias Bericht bewegt sich auf zwei Ebenen: Zum einen rekapituliert sie ihre bisherigen Abenteuer, zum anderen erfahren wir parallel dazu von ihrer aktuellen Situation, die lose an die Geschehnisse von Stolz und Vorurteil anknüpft, sich von dort aus jedoch zunehmend zu einer eigenständigen Hexengeschichte entwickelt.
Da Stolz und Vorurteil zu meinen Lieblingsbüchern gehört, war ich neugierig auf Lydias Neuerzählung. Zunächst mochte ich sie als Person und ihre Darstellung der Romanhandlung nicht, aber je mehr Lydia zur Hauptperson wurde und je stärker sich die Geschichte von der Vorlage löste, desto interessanter fand ich sie. Es kam mir vor wie ein wilder Ritt auf einem Zauberbesen – flott erzählt, mit dramatischen Situationen, seltsamen Wendungen und so manchen Ungereimtheiten, aber insgesamt unterhaltsam und amüsant. Der Schluss ist in vielerlei Hinsicht versöhnlich, auch wenn nicht alle Fragen geklärt werden.
Fazit: Eine turbulente Hexengeschichte, angesiedelt im Umfeld der Familie Bennet, lebhaft erzählt und für alle geeignet, die die Verbindung von Regencyzeit, Hexenfantasy und frechem Humor mögen.
Melinda Taub: Stolz, Vorurteil und Hexerei. Die skandalösen Geheimnisse der Lydia Bennet
Erschienen am 12.09.2026 bei Klett-Cotta Bildrechte: Klett-Cotta
Kurz & knapp: Lydia Bennet hat ein magisches Geheimnis, und damit sieht die Geschichte von Stolz und Vorurteil plötzlich ganz anders aus. Eine turbulente, humorvolle Hexengeschichte, die sich zunehmend von Jane Austens Vorlage löst.
Verortung: Jane Austen | Regency | Hexenfantasy | Humor
Stimmung: turbulent * lebhaft * humorvoll * geheimnisvoll * skurril
Bücherfreuden: 😊😊😊1/2










