Die Geschichte entfaltet sich ruhig und atmosphärisch, überwiegend aus Catherines Perspektive. Gemeinsam mit ihr erkundet man die unheimliche Schönheit des Gartens und entdeckt Stück für Stück die Vergangenheit des Hauses und seiner Bewohner. Besonders gefallen hat mir, dass Catherine ihre Neugier und ihren klaren Verstand nie verliert. Sie handelt überlegt und vernünftig, und die Autorin verzichtet wohltuend auf künstliche Missverständnisse oder unnötiges Drama.
Ebenso gelungen ist die langsame Annäherung zwischen Catherine und Thomas. Ihre Beziehung entwickelt sich glaubwürdig und fügt sich ganz natürlich in die Handlung ein. Gleichzeitig verbindet der Roman Naturwissenschaft, Botanik, Volksglauben und Feenmagie zu einer faszinierenden Welt, in der Herz und Verstand ebenso ihren Platz haben wie Familiengeschichte und die Frage nach der Rolle der Frau im viktorianischen England.
Bane Bloom hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Wer ruhige, stimmungsvolle Fantasy mit einem Hauch Gothic, einer klugen Heldin und einer wunderbar verwobenen Mischung aus Wissenschaft und Feenmagie liebt, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
Sharon Lynn Fisher: Bane Bloom
Erschienen am 06.10.2027 bei 47North. Bildrechte: 47North
Kurz & knapp: Atmosphärische Fantasy voller botanischer Wunder, leiser Magie und glaubwürdiger Figuren. Ein Roman zum Eintauchen, Staunen und Genießen.
Verortung: Fantasy | Feenmagie | Botanik | Naturwissenschaft | Historischer Roman | Liebesgeschichte | Lake District
Stimmung: geheimnisvoll * atmosphärisch * ruhig * magisch * melancholisch
Bücherfreuden: 😊😊😊😊😊










