In einem Paralleluniversum arbeitet Ibari für den Geheimdienst eines totalitären Überwachungsstaates. Das Verschwinden ihrer Freundin Nico erschüttert ihre Welt, doch sie muss weiter funktionieren, wenn sie nicht selbst ins Visier des Regimes geraten will.
Auf meisterhafte Weise verwebt Emily St. John Mandel verschiedene Zeiten, Perspektiven, Figuren und Handlungsstränge zu einem atmosphärischen Ganzen, in dem scheinbar beiläufige Details nach und nach zu einem roten Faden werden. Ihr unverwechselbarer Schreibstil mit den Zeitsprüngen, durch die ganze Leben in wenigen Schlüsselmomenten sichtbar werden, hat mich schon in ihren früheren Romanen begeistert.
Besonders ans Herz gewachsen sind mir Ari und Ibari, die trotz ihrer ähnlichen Wesenszüge völlig unterschiedliche Entscheidungen treffen. Faszinierend fand ich außerdem die Vorahnungen, die insbesondere Ari immer wieder dazu bewegen, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.
Exit Party ist ein unvergesslicher Roman über Identität, mögliche Zukünfte, Katastrophen und die kleinen Entscheidungen, die ein Leben prägen. Wer Emily St. John Mandels besondere Erzählweise schätzt und sich auf ihre verschachtelten Geschichten einlässt, wird erneut in eine Welt eintauchen, die zugleich vertraut und fremd wirkt.
Leserinnen und Leser ihrer früheren Romane dürfen sich außerdem über einige bedeutsame Verbindungen und wiederkehrende Figuren aus Das Handwerk des Tötens und Das Glashotel freuen.
Emily St. John Mandel: Exit Party
Erschienen am 17.9.2026 bei Pan Macmillan. Bildrechte: Pan Macmillan
Kurz & knapp: Atmosphärisch, klug und meisterhaft komponiert: Emily St. John Mandel verbindet Parallelwelten, Lebenswege und große Fragen nach Identität zu einem Roman, der noch lange nachhallt.
Verortung: Dystopie | Science Fiction | Bürgerkrieg | Überwachungsstaat | Paralleluniversen | Identität | Schicksal
Stimmung: düster * rätselhaft * atmosphärisch * eindringlich * hoffnungsvoll
Bücherfreuden: 😊😊😊😊😊










