Als Leserin/Leser taucht man einerseits in die für viele fremde Welt Indiens und Pakistans ein und erhält andererseits einen neuen Blick auf das Leben in Deutschland. Die Familie Kazim erlebt große Hilfsbereitschaft und Unterstützung im privaten Umfeld, aber ebenso Ablehnung, Misstrauen und starre Paragrafenreiterei im Umgang mit Behörden.
Man fühlt mit, fiebert mit und kann kaum glauben, wie viele Hürden überwunden werden mussten, bis die Familie schließlich dauerhaft ankommen konnte. Besonders berührend ist dabei das enorme Durchhaltevermögen von Kazims Eltern, die trotz zahlreicher Rückschläge ihren Weg unbeirrt weitergegangen sind.
So war die Lektüre für mich einerseits sehr unterhaltsam, andererseits auch eine eindringliche Erinnerung daran, wie wichtig Mitmenschlichkeit, Offenheit und Vorurteilsfreiheit sind. Die persönliche Geschichte der Familie Kazim spricht für mich eindrucksvoller, als viele politische Debatten oder moralische Appelle es könnten.
Ein bewegendes und sehr lesenswertes Buch.
Hasnain Kazim: Grünkohl und Curry. Die Geschichte einer Einwanderung
Erschienen am 11.3.2026 bei Penguin. Bildrechte: Penguin
Kurz & knapp: Eine persönliche und zugleich gesellschaftlich hoch relevante Familiengeschichte über Migration, Zugehörigkeit und Beharrlichkeit – bewegend, nachdenklich stimmend und gleichzeitig unterhaltsam erzählt.
Verortung: Familiengeschichte | Autobiografisches Sachbuch | Einwanderung | Migration | Gesellschaft
Stimmung: persönlich * einfühlsam * reflektiert
Inhaltliche Hinweise: Das Buch ist eine Neuauflage mit neuem Nachwort; es ist bereits 2009 und dann noch einmal 2014 erschienen.
Bücherfreuden: 😊😊😊😊










