Die Idee, eine Figur durch die Lücke zu charakterisieren, die ihre Abwesenheit hinterlässt, fand ich originell und spannend. Gut gefallen haben mir Lauras kleine, zunehmend resigniert klingende Nachrichten an ihre Freundin Ruth und die Art, wie ihr Verschwinden bei ein paar Menschen – ihrer Tochter, ihrer Freundin Ruth und ihrem Kollegen Ian – eine Entwicklung auslöst.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und liest sich leicht, humorvoll und unterhaltsam. Allerdings fand ich die Botschaft stellenweise etwas zu plakativ und einige Figuren wirkten auf mich so überzeichnet, dass sie eher wie Karikaturen wirkten. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Glaubwürdigkeit gewünscht.
Insgesamt habe ich den Roman aber mit Vergnügen gelesen und fand vor allem den Schluss stimmig.
Helen Russell: Laura Clark ist dann mal weg
Erschienen am 31.8.2026 bei Lübbe. Bildrechte: Lübbe
Kurz & knapp: Eine humorvolle Geschichte über die unsichtbare Arbeit, die viele Menschen leisten, und darüber, was passiert, wenn diese plötzlich wegfällt. Mit einer originellen Idee, sympathischen Momenten und einer wichtigen Botschaft – auch wenn die Umsetzung nicht immer ganz subtil ist.
Verortung: Selbstfindung | Humor | Frau in der Gesellschaft | Familie
Stimmung: warmherzig * humorvoll * nachdenklich
Bücherfreuden: 😊😊😊 ½










