Geschickt erzählt der Autor die Handlung aus verschiedenen Perspektiven, sodass man als Leser*in den einzelnen Figuren immer ein wenig voraus ist. Besonders gut gefallen hat mir die realistische Darstellung der Polizeiarbeit, die sich aus zahlreichen Befragungen, Überprüfungen und Nachforschungen zusammensetzt, bis sich Hintergründe und Zusammenhänge herauskristallisieren. Gleichzeitig verleiht die emotionale Belastung, mit der Sara durch ihre bislang verdrängte Familiengeschichte konfrontiert wird, ihrer Figur zusätzliche Tiefe. Gegen Ende zieht das Tempo deutlich an und mündet in ein spannendes und dramatisches Finale.
Fazit: Ein gelungener Auftakt einer neuen dänischen Krimireihe mit einem interessanten Ermittlerteam und einem fesselnden Fall. Trotz der grausamen Mordserie empfand ich den Roman nicht als zu blutig oder nervenzerreißend.
Tobias Bukkehave: Der Prätorianer
Erschienen am 20.8.2026 bei dtv. Bildrechte: dtv
Kurz & knapp: Ein spannender dänischer Krimi mit glaubwürdiger Polizeiarbeit, interessanten Figuren und einem Serienmörder-Fall, der bis zum Schluss fesselt – ohne sich in blutigen Details zu verlieren.
Verortung: Skandinavischer Krimi | Ritualmord | Kopenhagen | Familie
Stimmung: rätselhaft * düster * fesselnd
Bücherfreuden: 😊😊😊😊










