Als Leserin fühlte ich mich zunächst regelrecht in die Geschichte hineingeworfen und brauchte einige Zeit, um mich zu orientieren. Erst nach und nach setzte sich aus den bruchstückhaften Informationen über Kerrigan und ihre Welt ein halbwegs klares Bild zusammen.
Aufgrund der Inhaltsbeschreibung hatte ich eine Geschichte erwartet, in der das Drachenturnier im Mittelpunkt steht und Kerrigan sich darin behaupten muss. Diese Erwartung wurde jedoch nicht erfüllt. Das Turnier bleibt neben Kerrigans Schaukämpfen, Eskapaden und der Suche nach dem Mörder eher im Hintergrund, zudem ist es Fordham, der daran teilnimmt.
Der Roman greift durchaus interessante Themen auf – etwa Diskriminierung und eine Machtpolitik, die vor allem dem eigenen Vorteil dient. Insgesamt wirkte die Handlung auf mich jedoch etwas unausgereift. Mit der draufgängerischen, respektlosen Kerrigan konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, und auch Fordham blieb für mich eher blass. Die (verbotene) Liebe zwischen den beiden konnte mich nicht überzeugen; Kampfszenen sprechen mich ohnehin weniger an, und die Drachen selbst kamen mir zu kurz.
Alles in allem war das leider kein Buch für mich – auch wenn ich sicher bin, dass es durchaus begeisterte Leserinnen und Leser finden wird.
K. A. Linde: Royal Houses. Band 1: Haus der Drachen
Erschienen am 2.2.2026 bei Lübbe. Bildrechte: Lübbe










