Eine wunderbar leicht erzählte und zugleich tiefgehende Geschichte über Veränderung, Älterwerden, Beziehungen, alte Wunden und Träume, über das Loslassen und die Liebe. Die Figuren und ihre Interaktionen wirken auf mich authentisch und nachvollziehbar. Besonders schön ist, dass sich Cecilias und Roberts Perspektiven ergänzen und wir als Leser*innen erfahren, was in ihnen vorgeht. Der leise Humor hat mir sehr gut gefallen, und insbesondere Cecilias Gedanken über die Romance-Romane, die sie übersetzt, fand ich treffend und amüsant.
Zur Glaubwürdigkeit der Geschichte passt, dass die Autorin keine schnellen Lösungen präsentiert, sondern ihren Figuren Raum und Zeit für ihre persönliche Entwicklung gibt. Das hat mich stellenweise fast ein wenig ungeduldig gemacht, doch der Schluss wirkt auf mich rund und gelungen.
Die perfekte Lektüre für alle, die es leicht, aber nicht seicht mögen und sich freuen, alltägliche und vertraute Situationen in einem klugen Roman wiederzufinden, der auch in schwierigen Momenten den Blick auf das Gute nicht verliert.
Eleonora von Essen: Die Liebe fängt erst morgen an
Erschienen am 16.4.2026 bei C. Bertelsmann. Bildrechte: C. Bertelsmann
Kurz & knapp: Ein warmherziger Roman über Ehe, Veränderung und die Frage, wer man jenseits vertrauter Rollen eigentlich ist. Klug beobachtet, humorvoll erzählt und voller Zuversicht, ohne die Herausforderungen des Lebens auszublenden.
Verortung: Belletristik | Ehe | Lebensmitte | Leeres Nest | Familienbeziehungen | Neuanfang
Stimmung: nachdenklich * hoffnungsvoll * berührend * lebensklug * warmherzig
Bücherfreuden: 😊😊😊😊










