Die Ausgangsidee klang für mich sehr vielversprechend, und eine siebzigjährige Protagonistin, die mit ihrem Leben hadert, fand ich ausgesprochen interessant. Auch der Beginn des Romans konnte mich noch gut abholen. Im weiteren Verlauf verlor die Handlung für mein Empfinden jedoch deutlich an Tempo. Zahlreiche sehr ausführliche Erklärpassagen nahmen zunehmend Raum ein und bremsten meinen Lesefluss.
Dabei finde ich die Grundidee weiterhin gelungen: die Vorstellung einer Magie, die ein Leben grundlegend verändert, ebenso wie die Botschaft, die Natur zu schützen, sich selbst zu vergeben und das Leben bewusster zu genießen. Meiner Meinung nach hätte der Roman jedoch von einer deutlich strafferen Erzählweise profitiert. Weniger mathematische, naturwissenschaftliche und andere Erläuterungen hätten der Geschichte gutgetan.
Fazit: Eine interessante Grundidee mit starker Botschaft — leider verliert sich der Roman zu sehr in ausführlichen Erklärungen und konnte mich dieses Mal nicht wirklich überzeugen.
Matt Haig: Die Unmöglichkeit des Lebens
Erschienen am 29.8.2024 bei Droemer. Bildrechte: Droemer










