Auf seinem Weg von Verlusten über die Sehnsucht hin zur Hoffnung gelangt er zu hilfreichen Einsichten, die mich als Leserin sehr angesprochen haben. Auch die geschilderten Lebenswege seiner Eltern und Freunde und des Wals 52 Hertz fand ich sehr eindrücklich. So wurde das Buch für mich zu einer klugen, berührenden und zugleich spannenden Lektüre - und zu einem großen Lob auf die Freundschaft.
Neben vielen bemerkenswerten Gedanken möchte ich eine Passage zitieren, die ich besonders treffend finde:
„Die Welt, ausgestattet mit Möglichkeiten zu Kontakt und Verbindung, bleibt eine Durchgangsstation, in der man auf jene Ereignisse hofft, die das Alleinsein beenden. In einer Transitzone kann man aber nicht leben. (…) Man muss dem Warteraum entkommen, als den man sich sein Leben vorzustellen gelernt hat. Alles, was man braucht, um nicht einsam zu sein, ist schon da. Was fehlt, ist man selbst.“
Daniel Haas: Einsamsein. Eine Befreiungsgeschichte
Erschienen am 11.2.2026 bei Goldmann. Bildrechte: Goldmann










