Anne Gesthuysen: Wir sind schließlich wer

buecherfreuden • 18. Dezember 2021

Ungleiche Schwestern

Anna ist adlig, geschieden, Mitte dreißig und eine Frau – damit entspricht sie nicht gerade den Vorstellungen der Gemeinde Alpen am Niederrhein, in der sie als Vertretung des erkrankten Pastors eingesetzt wird.

Mit ihrem selbst gewählten Lebensstil hat Anna auch in der eigenen Familie einen schweren Stand, da sie sich – anders als ihre ältere Schwester Maria – so gar nicht in die adlige Welt einfügen will.


Plötzlich zeigen sich Risse in Marias biederer Existenz und Anna ist gefordert, ihrer Familie beizustehen. Als auch noch ihr Neffe Sascha verschwindet, findet Anna unerwartete Unterstützung in der Alpener Gemeinde.


Der Roman verknüpft mehrere Geschichten miteinander – Annas schwierigen Anfang in einer von Klatsch und Tratsch dominierten Gemeinde, ihre traumatische Vorgeschichte, die Kindheit der beiden ungleichen Schwestern, Marias Vernunftheirat und ihre Folgen und einen Entführungsfall, der Menschen zusammenbringt. Die Autorin erzählt durchweg mit leisem Humor und bindet neben berührenden einige komische und turbulente Szenen mit ein.


Das Buch ist leicht zu lesen, stellenweise etwas klischeelastig und für mich vom Ton her nicht immer stimmig. Der Schluss hat mir gut gefallen.


Anne Gesthuysen: Wir sind schließlich wer


Erschienen am 4.11.2021 bei Kiepenheuer & Witsch. Bildrechte: Kiepenheuer & Witsch.


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