Abbas Khider: Der Erinnungsfälscher

buecherfreuden • 24. Januar 2022

Loch der Hoffnungslosigkeit

Said Al-Wahid lebt mit Frau und Kind in Berlin-Neukölln und besitzt einen deutschen Pass, den er immer bei sich trägt. Als er erfährt, dass seine Mutter im Sterben liegt, macht er sich sofort auf den Weg in sein Heimatland.

Begleitet wird Said Al-Wahid von unzähligen Erinnerungen, wobei er nicht weiß, welche echt und welche erfunden sind. Szenen aus seiner Kindheit, die Erfahrung von Flucht, Gewalt und Schikane, die Trauer um verlorene Angehörige, belastende Kämpfe mit Behörden, erlebte Ausgrenzung und Diskriminierung, das Gefühl der Fremdheit im Vaterland – all das hat Said bei seiner Reise in den Irak und zurück im Gepäck.


Für jemanden, der wohlbehütet in Deutschland aufgewachsen ist, ist eine Lebensgeschichte wie die von Said Al-Wahid kaum vorstellbar. Abbas Khider bringt dem Leser/der Leserin etwas davon nahe, was es heißt, in einem von Unterdrückung und Gewalt geprägten Land aufzuwachsen und sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. Sehr eindrücklich, erschütternd und sprachlich ausdrucksstark.


Abbas Khider: Der Erinnungsfälscher


Erschienen bei Hanser am 24.1.2022. Bildrechte: Hanser.


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