Julie Marsh: Die Ladys von Somerset

buecherfreuden • 18. Mai 2022

Mittel zum Zweck

Emma Smart liebt das Theater und träumt davon, ein eigenes Stück auf die Bühne zu bringen. Der Theaterdirektor in London zeigt kein Interesse an ihrem Manuskript, aber als sich Emma aufgrund einer finanziellen Notlage von Lady Darlington als Gesellschafterin engagieren lässt, erweist sich das Stück als nützlich.

Emma hofft, dass sich Anthea, die Tochter der Lady, und der reiche Nachbar Mr. Livingston durch das Theaterspiel näherkommen. Ärgerlich nur, dass der unausstehliche Dandy Ambrose Beauchamp Emma ständig dazwischenfunkt.


Irrungen und Wirrungen, heimliche Hochzeiten, Familiengeheimnisse, Erbschaften, amouröse Verwicklungen, ein bisschen Emanzipation und eine modern anmutende Heldin zu Beginn des 19. Jahrhunderts – das liest sich ganz unterhaltsam und nett, auch wenn die Handlung nicht allzu plausibel ist und die Personen flach bleiben. Reicht leider nicht an die romantischen Komödien von Georgette Heyer heran und hat nicht die Klasse von Jane Austen. Vielleicht habe ich zu viel erwartet.


Julie Marsh: Die Ladys von Somerset. Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich


Erschienen am 11.4.2022 bei Aufbau. Bildrechte: Aufbau.


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