Ali Hazelwood: Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe

buecherfreuden • 17. Februar 2022

Hypothesen im Test

Um ihrer Freundin ein Date vorzugaukeln, küsst die eher spröde Biologiedoktorandin Olive spontan den erstbesten Mann, der ihr über den Weg läuft. Nur um dann entsetzt festzustellen, dass sie sich Adam Carlson an den Hals geworfen hat, dem unnahbaren und meistgefürchteten Professor der ganzen Uni. Adam ist jedoch nicht abgeneigt, Olives Spiel mitzuspielen; er hat seine eigenen Gründe, warum ihm eine vorgetäuschte Beziehung gelegen kommt. Als durch die Fake-Freundschaft echte Gefühle entstehen, wird die Sache für Olive zunehmend kompliziert.

Dieser Roman ist einfach köstlich! Die Autorin, selbst Wissenschaftlerin, beschreibt das akademische Milieu und die schwierige Situation der Doktoranden sehr treffend und erzählt darüber hinaus eine wunderbare Liebesgeschichte. Olive, die so brillant ist, aber so wenig an sich selbst glaubt, ist mir beim Lesen schnell ans Herz gewachsen. Ihre Peinlichkeiten und Missgeschicke sind höchst amüsant, aber das Buch ist nicht nur witzig, sondern thematisiert auch Sexismus und Machtmissbrauch und die Hilflosigkeit Betroffener. 


Intelligente Unterhaltung für Herz und Verstand, romantisch und in vieler Hinsicht realistisch. Große Klasse!


Ali Hazelwood: Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe


Erschienen am 12.2.2022 bei Aufbau. Bildrechte: Aufbau.


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