Alba leidet unter einer Sozialphobie und sabotiert sich immer wieder selbst durch ihre Ängste. Die Autorin schildert sehr nachvollziehbar, wie belastend diese Einschränkungen für Alba sind und wie schwer es ihr fällt, über den eigenen Schatten zu springen. Zum Glück stehen ihr ihre lebenslustige Freundin Rei und der verständnisvolle Marlon zur Seite – dazu kommen die ungewöhnlichen Aufgaben des Todes, die ihr dabei helfen, langsam wieder Vertrauen ins Leben zu gewinnen.
Es hat mir Freude gemacht, Alba auf ihrem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich ihren Ängsten stellt. Das wird einfühlsam, ermutigend und immer wieder auch mit humorvollen Momenten erzählt.
Als kleine Kritikpunkte empfand ich, dass manche Veränderungen etwas schnell und beinahe lehrbuchhaft geschehen, was sicher nicht der Realität entspricht. Auch die Figur des Todes wirkte auf mich fast ein wenig zu niedlich und harmlos. Zudem hätte ich persönlich auf die starke Betonung von Tarotkarten und esoterischen Elementen verzichten können.
Insgesamt hat der Ton der Geschichte für mich aber sehr gut funktioniert. Die Mischung aus Leichtigkeit, emotionalem Tiefgang und hoffnungsvoller Entwicklung empfand ich als angenehm und berührend.
Marie-Kristin Hofmann: Du hast noch einen Sommer, sagt der Tod
Erschienen am 15.5.2026 bei Moon Notes (Oetinger). Bildrechte: Moon Notes
Kurz & knapp: Ein warmherziger und ermutigender Roman über Ängste, verpasste Träume und den Mut, sich dem Leben wieder zu öffnen – leicht erzählt, aber mit emotionaler Tiefe.
Verortung: Selbstfindung | Psychische Gesundheit | Lebensträume | Ängste | Leichte Unterhaltung
Stimmung: einfühlsam * heiter * tiefgründig * ermutigend
Bücherfreuden: 😊😊😊😊










