Klaus Modick: Fahrtwind

buecherfreuden • 20. April 2021

Hit the road

Statt in die Firma des Vaters einzusteigen, folgt der junge Protagonist lieber seiner Neigung zur Brotlosigkeit, stellt sich mit Rucksack und Gitarre an den Straßenrand und lässt sich als Anhalter von verschiedenen Reisenden „südwärts“ mitnehmen.

Er landet im noblen Schlosshotel Lindenhof bei Wien, verliebt sich glücklos, zieht weiter in die Toskana und von dort nach Rom, findet eine neue Herzensdame und kehrt am Ende als Bandmitglied ins Lindenhof zurück, wo sich so manches Rätsel löst.


Der kurze Roman ist eine moderne Nacherzählung von Eichendorffs Taugenichts, angesiedelt in den 70er Jahren. Schwärmerische Naturbeschreibungen, eine weltvergessene Hauptperson, die sich vom Schicksal treiben lässt, und geheimnisvolle Verwicklungen sind der Vorlage sehr stark nachempfunden, die Sprache wirkt antiquiert. Die ganze Geschichte hat etwas Träumerisches, Schwereloses an sich, größere Erschütterungen oder Einsichten gibt es nicht. Im Grunde könnte man stattdessen Eichendorffs Original lesen und hätte nicht viel verpasst.


Klaus Modick: Fahrtwind


Erschienen am 15.4.2021 bei Kiepenheuer & Witsch. Bildrechte: Kiepenheuer & Witsch.


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