Michelle Quach: Falling in love was not the plan

buecherfreuden • 4. September 2022

Gegen das Patriarchat

Als Eliza bei der Wahl zur Chefredakteurin der Schülerzeitung von Len, der deutlich weniger qualifiziert ist als sie, ausgestochen wird, schreibt sie sich ihre ganze Wut in einem bitterbösen Artikel über Sexismus von der Seele. Anders als beabsichtigt wird der Text tatsächlich veröffentlicht und löst eine große Resonanz an der Schule aus.

Während die vermeintlich von Eliza angestoßene feministische Bewegung immer größere Kreise zieht, werden Eliza und Len von der Schulleitung dazu verdonnert, eng zusammenzuarbeiten. Je besser Eliza Len kennenlernt, desto liebenswerter findet sie ihn. Doch eine Beziehung mit ihm, dem Gesicht des Patriarchats, käme einem Verrat an ihren Mitstreiterinnen gleich. Eliza steckt in einer Zwickmühle.


Das großartige Jugendbuch ist in einem asiatischen Umfeld in Amerika angesiedelt und vermittelt neben der Frage nach Rollenverteilungen einiges von den dort herrschenden Werten. Eliza ist ein interessanter Charakter, sehr leidenschaftlich, geradlinig, willensstark und kompromisslos. Durch die Beziehung zu Len erfährt sie viel über sich selbst und gewinnt eine reifere Persönlichkeit.


Die Geschichte wird mit Witz und Intelligenz aus Elizas Sicht erzählt. Hat mir sehr gut gefallen!


Michelle Quach: Falling in love was not the plan


Erschienen am 30.6.2022 bei Ullstein Forever. Bildrechte: Ullstein Forever.


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