Sehr bildhaft, lebendig, humorvoll und wendungsreich schildert der Autor die Bemühungen der kleinen Truppe, die vielfältigen Aufgaben, denen sie sich stellen muss, ebenso wie ihre Misserfolge – und immer wieder auch die Kraft von Hoffnung, Freundschaft und einem positiven Blick auf die Welt.
Leider wurde mir die Geschichte relativ früh zu surreal und zu düster. Die Ereignisse folgen sehr dicht aufeinander, und immer dann, wenn sich eine Wendung zum Besseren abzeichnet, folgt schnell der nächste Rückschlag. Obwohl die Grundbotschaft insgesamt positiv und mutmachend ist, empfand ich den Weg zum guten Ende als zu lang und anstrengend.
Auch die Beziehung zwischen Flora und Harriet – wer hier eigentlich wen erfunden hat – blieb für mich eher verwirrend als bereichernd, und Floras persönliche Wandlungen erschienen mir zu extrem. Ein jüngeres Publikum mag das ganz anders wahrnehmen, mir persönlich fehlten jedoch Ruhe, Charme und eine klare Identifikationsfigur.
Fazit: Ein Feuerwerk an Fantasie und Skurrilität für junge Leser ab 10 Jahren, das viele Ideen und eine positive Botschaft bietet, mich persönlich aber trotz aller Kreativität nicht vollständig überzeugen konnte.
Marcus Raffel: Flora Brimble und der verlorene Frühling
Erschienen am 24.3.2024 bei Thienemann. Bildrechte: Thienemann










