Maxim Leo: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

buecherfreuden • 8. April 2022

In die Freiheit

Der ehemalige Eisenbahner Michael Hartung dümpelt in seiner wenig frequentierten Videothek vor sich hin und weiß nicht, wie er die nächste Miete bezahlen soll. Da tritt Alexander Landmann an ihn heran, ein Journalist, der bei seinen Recherchen über eine Massenflucht aus der DDR auf Hartungs Namen gestoßen ist:

Damals blockierte Hartung am Bahnhof Friedrichstraße eine Weiche, wodurch ein DDR-Zug in die BRD umgeleitet wurde. Was ursprünglich ein Missgeschick war, wird von Landmann als grandiose Heldentat interpretiert. Angesichts winkender Honorare lässt Hartung sich darauf ein, der Öffentlichkeit eine abgewandelte Version der Wahrheit zu servieren.


Während sich Presse und Medien um Hartung reißen und er anlässlich des 30-jährigen Mauerfall-Jubiläums sogar eine Rede vor dem Bundestag halten soll, fällt es dem angeblichen Helden immer schwerer, mit seiner Lüge zu leben. Doch den richtigen Moment für einen Ausstieg scheint es nie zu geben.


Eine amüsante Hochstaplergeschichte, die ich mit großem Vergnügen gelesen habe. Satirisch, klug, spannend und auch ein wenig romantisch. Toll ausgedacht, wunderbar erzählt. Aus dem trägen Antihelden wird am Ende irgendwie doch noch ein echter Held. Sehr lustig!


Maxim Leo: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße


Erschienen am 10.2.2022 bei Kiepenheuer & Witsch. Bildrechte: Kiepenheuer & Witsch.


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